T13 - Kompensation von Bahnfehlern bei dynamischen Bewegungen in Werkzeugmaschinen mit elektromagnetischer Linearführung

Elektromagnetische Linearführungen (MF) eröffnen neue Möglichkeiten für hochdynamische Werkzeugmaschinen, da sie im Gegensatz zu konventionellen Führungen berührungsfrei arbeiten und eine sehr hohe Feinpositionierfähigkeit bieten. Frühere Forschungsarbeiten im SFB 871 sowie in weiteren DFG-Projekten haben gezeigt, dass MF sich vielseitig adaptiv regeln lassen, um Steifigkeit, Dämpfung und Positioniergenauigkeit zu verbessern – jedoch existieren bislang keine industriell verfügbaren Werkzeugmaschinen, die lineare Magnetführungen nutzen. Das Transferprojekt T13 setzt genau hier an, um die bereits erforschte Technologie in Richtung einer industriell einsetzbaren Kompensation dynamischer Bahnfehler weiterzuentwickeln.

Motivation und Zielsetzung

© Leibniz Universität Hannover

Bei schnellen und mehrachsigen Werkzeugbewegungen treten unvermeidlich Bahnfehler auf, die die Bearbeitungsqualität begrenzen. Durch die Kombination von NC-Achsen mit der feinfühligen Stellfähigkeit der MF entsteht jedoch die Chance, diese Fehler aktiv zu kompensieren und so die Dynamik und Präzision erheblich zu steigern. Ziel des Projektes ist es, ein ganzheitliches, industrietaugliches Regelungskonzept zu entwickeln, das MF und NC-Achsen in einem gemeinsamen System zusammenführt, die erforderlichen Modellparameter reduziert und die Leistungsfähigkeit der frequenzselektiven Sollwertaufteilung nachweist.

Verantwortliches Institut

Das Projekt wurde verantwortet durch das Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen.