T20 - Werkstoffbezogene Prozessauslegung für das Kugelkopffräsen komplexer Investitionsgüter

Das 5-Achs-Fräsen komplexer Investitionsgüter stellt hohe Anforderungen an die Prozessplanung, da unterschiedliche Werkstoffe und Geometrien spezifische Bearbeitungsstrategien erfordern. Insbesondere bei schwer zerspanbaren Hochleistungswerkstoffen wie Inconel oder Werkzeugstählen entstehen hohe thermomechanische Belastungen, die die Werkzeugstandzeit und Bearbeitungsqualität maßgeblich beeinflussen. Das Transferprojekt T20 greift diese Herausforderungen auf und untersucht, wie werkstoff- und prozessspezifische Parameter systematisch in die Auslegung integrierbar sind.

Motivation und Zielsetzung

© Leibniz Universität Hannover

Die bisherige Prozessauslegung basiert häufig auf erfahrungsbasierten Parametern, während modellbasierte Methoden zur Vorhersage von Zerspanverhalten und Werkzeugbeanspruchung erst in Ansätzen genutzt werden. Dies bietet erhebliches Potenzial, die Bearbeitungseffizienz zu steigern und Werkzeugkosten zu senken, indem Prozessparameter stärker an Werkstoff- und Bauteilcharakteristika ausgerichtet werden. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer werkstoffbezogenen Methodik zur Prozessauslegung, die sowohl Fräsversuche als auch hochdynamische Analyseverfahren nutzt, um robuste Strategien für das 5-Achs-Fräsen komplexer Bauteile zu definieren.

Verantwortliches Institut

Das Projekt wurde verantwortet durch das Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen.